Mit diesem Artikel wird ein relativ junger (*1956), gleichfalls
außerordentlich renommierter Maler erstmals in den USA repräsentativ
vorgestellt. Heino Karschewski, kürzlich für das "Who
is Who BRD" interviewt, lebt und arbeitet im Norden Deutschlands.
Er wird in Nordeuropa von der renommierten Kopenhagener Galerie Knud
Grothe vertreten. Sein Werk wird in öffentlichen und privaten
Collectionen europaweit gesammelt. So läßt sich der "Welthandballer
des Jahrhunderts" Magnus Wislander aus Schweden oft vor einem
Bildnis, gemalt von Heino Karschewski, fotografieren. Die Kunst von
Heino Karschewski ist als hochästhetische figurative Malerei
zu charakterisieren, die insbesondere im Einzelportrait neue Wege
des psychologischen Ausdrucks findet und es vermag, Vorbilder des
italienischen Barocks mit Vorgaben des 20. Jahrhunderts zu verbinden.
Damit wurzelt sie erkennbar in der Tradition und gehört in einem
spontanen Anteil ganz der Gegenwart an.
Die
Portraitierten erscheinen in einer eigenen, gelegentlich Distanz gebietenden
Würde, ohne das diese aus einem historisch-klassizistischen Ansatz
rückwärtsgewandt erzeugt wird. Vielmehr sind es Personen
aus unserer Zeit, die allerdings in einer nie gesehenen Festigkeit
ins Bild gesetzt werden, ohne daß ihre Brüche und Konflikte
ausgespart werden. Der Maler, der aus einfachen Verhältnissen
stammt, scheint die Freude am Zeichnen von seinem Großvater,
einem |
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Fischer, geerbt zu haben. Er wurde in Hamburg ausgebildet. Auf
Studienreisen nach England, Ägypten, Zentral- und Südamerika
wurden ihm erste Begriffe der abendländischen Kunstgeschichte
vermittelt. Er hat sich vielfältig mit Gemälden der italienischen
Frührenaissance, mit Caravaggio, Velazquez, Van Dyck, Rubens,
Rembrandt, Reni - um nur einige zu nennen - auseinandergesetzt und
die verschiedenartigen
Einflüsse
in seinen Werken verarbeitet, ohne daß man sagen kann, er habe
diese nachgeahmt. Vielmehr hat er diese Vorbilder als Herausforderung
und Maßstab begriffen, aus deren erstrangigen Niveau zu arbeiten.
So spannt er wie die alten Meister seine Leinwände selbst und
mischt sich auch seine eigenen Pigmente. Wo er Einflüsse verarbeitet,
werden stets sehr unterschiedliche Positionen in seinem Werk geradezu
amalgamiert. In der Entwicklung seiner Kunst gelangt er aus der Sicherheit
eines angeborenen Zeichentalents über erste Bildnisse zu größer
angelegten Figurenbildern, in denen er moderne Menschen in feierliche,
gleichwohl rätselhafte Zusammenhänge historischer Bildkompositionen
stellt. Einen Wendepunkt macht das "Steinfrau" genannte
Gemälde von 2003 aus, das sich im Besitz von CB Richard Ellis
Cederholm AS befindet. Hier tritt die isolierte Figur einer heutigen
Frau in ihrer Einsamkeit und Bedrängnis durch die umgebenden
Marmorstrukturen auf. Von jetzt an konzentriert sich der Maler ganz
auf die einzelne Figur, deren Bewegungsmöglichkeiten und Gebärdensprache
er neu auslotet, als müßte er seinen Gestalten das Gehen
wieder beibringen. So entsteht eine neue Figurensprache |
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von Grund auf, da sich Heino Karschewski auf die Kunstgeschichte
hier nicht mehr verlassen mag. Ein hohes Maß an Abstraktion
setzt er in dem Verhältnis seiner Personen oder Gegenstände
zum Hintergrund. Bemerkenswert ist die Ehrlichkeit, mit der er die
komplexen seelischen Verhältnisse, hohe Nöte und innere
Verwundungen, sehen und darstellen kann. Dabei sind seine Gestalten
niemals Opfer ihrer seelischen Drangsal, sondern nach vorn handelnde,
kraftvolle und nach Überwindung ihrer Nöte letzten Endes
optimistische Zeitgenossen. Diese positive Ausstrahlung überzeugte
auch den Broadway-Star Ute Lemper, die Heino Karschewski als sein
neustes Modell darstellen wird. Seine Kompositionen sind sorgfältig
durch Zeichnungen vorbereitet. Auch als Grafiker hat er sich mit seinen
Radierungen einen Namen gemacht. Dabei stehen wiederum Portraits und
die Figurenerfindungen, wie sie in seinen Gemälden begegnen,
im Mittelpunkt. Die Malerei Heino Karschewskis ist auf dem europäischen
Kunstmarkt stark begehrt. Seine diesjährige Ausstellung in Kopenhagen
brachte einen durchschlagenden Erfolg - nahezu alle angebotenen Bilder
wurden zu hohen Preisen verkauft. Heino Karschewski kann als bereits
gut etablierter und zugleich kommender Stern - zumal bei uns, wo man
ihn noch wenig kennt - bezeichnet werden.  |